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Letzte Änderung dieses Dokuments: 06.04.2008, 11:35:19.

Historie

Linux

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da bekam der kleine Malte seinen ersten Rechner zu Weihnachten geschenkt. Seinerzeit Stand der Technik, ein PC mit Intel 8088er Prozessor, 640KB Hauptspeicher, 20 MB Festplatte und Hercules Monochrom Graphik. Installiert war MS-DOS 3.0. Ich bin also den denkbar schwersten Weg des Einstiegs in die Welt der Computer gegangen - den über Microsoft.

Kleinweich

Lange Zeit hatte ich nur mit Microsofts "Betriebssystem" zu tun. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass es zu dieser Zeit kaum Alternativen für die PC-Architektur gab.

Mit der Zeit ging es weiter auf der Skala. Ein 80386er mit VGA und Windows 3.0. Dann Windows 3.1 und 3.11. Mit diesem System habe ich einige Zeit lang zugebracht. Und habe dabei immer wieder mit den gleichen Problemen gekämpft; wie kriege ich genug unteren Hauptspeicher frei, damit dieses oder jenes Spiel läuft, woher noch etwas Platz nehmen, usw. Aber auch meine ersten ernsthaften Programme habe ich in dieser Zeit geschrieben, vor allem mit TurboPascal 7.0.

Schliesslich brachte Microsoft sein neues Windows 95 heraus. Aus Erfahrung heraus war ich diesem Betriebssystem gegenüber etwas skeptisch eingestellt. Als es dann bei einem neuen Rechner in Form einer OEM-Version ins Haus geflattert kam, gab ich ihm eine Chance. Und wurde enttäuscht. Sicherlich war das Betriebssystem schön und bunt. Aber es produzierte auf meinem Rechner zuviele BlueScreens und hat mehrfach das gesamte FAT-Dateisystem zerstört.

Man schlug mit Windows NT als Alternative vor. Und in der Tat war dieses Betriebssystem sehr viel stabiler als alles, was ich bis dahin von Microsoft erlebt hatte. Leider mit dem kleinen Nachteil, dass die meisten Spiele mangels DirectX-Unterstützung nicht darauf liefen. Und auch andere Software, die spezielle Hardwareanforderungen stellte, lief teilweise nicht darauf.

Und so arbeitete ich lange Zeit mit einem MultiBoot-System. Windows NT 4.0 zum ernsthaften Arbeiten, Windows 95 bzw. 98 zum Spielen und noch ein altes MS-DOS 6.2 für die ganzen alten Spiele, die ich nicht missen wollte.

Linux

Schliesslich kam ich zum ersten Mal hautnah mit Linux in Berührung. Einer meiner Freunde hatte erst vor kurzen seinen Amiga gegen einen PC getauscht und bereits die ersten negativen Erfahrungen mit Windows 9X gemacht. Ich installierte ihm Windows NT zum Arbeiten, so wie bei mir. Aber er war im Gegensatz zu mir noch nicht so stark windoofiziert und daher eher offen für Alternativen. So probierte er auch mal Linux aus (SuSE Linux 6.1, wenn ich mich nicht irre). Schnell packte ihn die Begeisterung und er ersetzte sein NT komplett durch Linux. Lediglich zum Spielen behielt er eine Windows 98 Partition auf dem Rechner.

Nun, wo dieses für mich neuartige Betriebssystem schonmal in greifbarer Nähe war, dachte ich mir, ich könne es mir ja mal ansehen. Ausserdem hatten wir in der Uni gerade eine Vorlesung über Betriebssysteme, da könnte es nicht schaden, mal ein bisschen an einem Unix herumzubasteln. Ich kann sagen, dass ich eigentlich doch recht beeindruckt von der Stabilität und Leistungsfähigkeit von Linux überzeugt war. Dennoch fehlten mir einige wichtige Programme, beispielsweise im Bereich Textverarbeitung und Fakturierung.

Als ein paar Monate später mein Windows NT komplett abstürzte, musste ich das Linux vorrübergehend löschen, um Platz für das Absichern der Daten zu schaffen. Doch nicht für lange, dann stieg ich wieder ein und habe seitdem ständig ein Linux auf dem Rechner. Windows NT habe ich mittlerweile auch nicht mehr installiert. Als Distribution habe ich bisher immer nur SuSE verwendet, die sicher nicht unumstritten ist, mir aber nie ernsthafte Probleme bereitet hat. Dennoch gibt es gewiss auch andere gute Distributionen und wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich sie gerne testen.

Assimilation

Im Laufe der Zeit lernt man das Umdenken. Am Anfang fehlte mir vieles an grafischen Utilities (beispielsweise eine Textverarbeitung). Aber wenn man erstmal merkt, wieviel schneller gewisse Dinge auf der Shell zu lösen sind und man sich erstmal die Mühe gemacht hat, sich in TeX einzuarbeiten, dann vermisst man plötzlich immer weniger die altbekannten Programme aus der Windows-Welt.

Das meiner Ansicht nach wirklich tolle an Linux ist die einzigartige Flexibilität. Man kann sich sein System genau so zusammenstellen, wie man es gerne hätte und nicht so, wie man in Redmond denkt, dass es sein sollte.

Linux ist wie Lego: Es macht mehr Arbeit als Playmobil, aber dafür kann man sich alles daraus bauen. ;-)

Dies war eine kurze Zusammenfassung der Geschichte, die mich zu Linux geführt hat. Verfasst hatte diese Seiten mit Quanta Plus auf SuSE Linux 7.1 mit dem 2.4.9-ac9 Kernel. Mittlerweile bin ich auf Debian umgestiegen und habe natürlich auch den Kernel immer mal wieder aktualisiert. Ein Windows habe ich immer noch installiert, zum Spielen und falls ich tatsächlich mal ein Word o.ä. brauchen sollte. Es stürzt zwar immer noch alle 3 bis 4 Monate mit Totalverlust aller Daten ab, aber ein dd-Image ist recht schnell zurückgeschrieben. ;-)

[05.05.2008] Neuer PGP-Schlüssel
Ich habe einen neuen PGP/GPG-Schlüssel erzeugt. Der alte ist nach wie vor gültig und kann auch noch benutzt werden.

[02.04.2008] Umzug
Die Domain malte-wetz.de wird jetzt bei einem anderen Anbieter gehostet. Es sollte keine Probleme mehr mit der Umleitung geben und Werbepopups oder -frames gehören der Vergangenheit an.

[02.04.2008] Gästebuch offline
Das Gästebuch bleibt erst einmal offline. Es wurde dort zu viel Werbemüll hinein geschrieben. Sorry.

[09.01.2006] Diverses
Kleinere Korrekturen und Ergänzungen an den Texten, IP-Filter im Gästebuch stark erweitert (Lateinamerika, Spanien, Asien, Italien).

[28.07.2005] vbox3-Anleitung
Kleinere Ergänzungen/Korrekturen im Abschnitt 4.1.1

[23.04.2005] gDesklets aktualisiert
Da meine gDesklets offenbar von gdesklets.gnomedesktop.org gelöscht wurden, habe ich die aktuellsten Fassungen hier abgelegt.

[25.01.2005] Kleinere Reparaturen
Links auf BSI-Seite und OE-FAQ angepasst und Gästebuch repariert.