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Letzte Änderung dieses Dokuments: 06.04.2008, 11:36:15.

Wie backe ich einen lokalen WiTa-Server?

1. Inhalt

   1. Inhalt
   2. Einleitung
       2.1. Downloadmenge
   3. Java Development Kit
       3.1. Download
       3.2. Installation
       3.3. Konfiguration
   4. Der Tomcat-Server
       4.1. Download
       4.2. Installation
       4.3. Konfiguration
   5. MySQL-Datenbank
       5.1. Download
       5.2. Installation
       5.3. Konfiguration
   6. Datenbank einrichten
       6.1. Übernahme der Originaldaten
       6.2. User anlegen
       6.3. Abschliessender Test
   7. Ant
       7.1. Download
       7.2. Installation
   8. Projekt im Tomcat verankern
       8.1. CVS-Checkout
       8.2. Tomcat-Zubehör
       8.3. JSP-Seiten installieren
       8.4. Anpassungen am Projekt
           8.4.1. SQL-Engine
           8.4.2. Konfigurationsdatei
       8.5. Projekt kompilieren
   9. Die Stunde der Wahrheit...
   10. Wenn es doch nicht klappt

2. Einleitung

Diese Anleitung beschreibt, wie man sich einen lokalen WiTa-Server zum Testen zuhause installiert, damit man zum Testen nicht immer auf den langsamen Server der Uni zugreifen muss.

Logischerweise hat das den Nachteil, dass man Änderung an der Datenbankstruktur selbst mit dem Uniserver abgleichen muss.

Das System, auf dem ich das alles ermittelt habe, ist Debian/GNU Linux, aber auch Windows-User werden berücksichtigt. Die wesentlichen Unterschiede sind, dass bei Pfadangaben keine Laufwerksbuchstaben vorne stehen, dass der "normale" statt des "umgekehrten" Schrägstriches zum Trennen von Verzeichnissen benutzt wird und dass bei Eingaben auf der Kommandozeile der Prompt

user@rechner:/aktueller/pfad$ befehl

lautet und nicht wie bei Windows

C:\aktueller\pfad> befehl

2.1. Downloadmenge

Wir werden eine Menge Zeug aus dem Internet herunterladen müssen, daher gebe ich ich vorab mal eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Sachen samt deren Grösse an.

Für den Download der benötigten Komponenten werden folgende Datenmengen anfallen:

Komponente/Programm Windows Linux
Java Enterprise Edition 1.4
117,0 MB
132,0 MB
Tomcat 4.1.29
8,4 MB
7,4 MB
Ant 1.5.4
8,0 MB
8,0 MB
MySQL 4.0.16
23,0 MB
14,6 MB
WinCVS
4,1 MB
(entfällt)
GESAMT:
160,5 MB
162,0 MB

Der Download dieser Datenmenge ist bei breitbandigen Internetanschlüssen wie in der Uni oder bei DSL kein Problem. Wer aber noch mit ISDN oder gar Modem unterwegs ist, wird sich bei geschätzten Downloadzeiten von 6-10 Stunden sicher die Haare raufen.

Daher ich kann den Betroffenen hier folgendes anbieten: Schickt mir eine Mail und bringt zum nächsten Tutorium einen leeren, 700 MB fassenden CD-Rohling mit. Dann brenne ich die Daten für euch auf eine CD und gebe sie euch mit. Wer vielleicht gerade noch einen anständigen Browser, z.B. einen aktuellen Mozilla oder Firebird, oder Sonstiges dazu haben möchte, kann das ruhig dabei schreiben.

3. Java Development Kit

3.1. Download

Dieser Text basiert auf der Verwendung der Java2 Enterprise Edition 1.4, kurz j2ee1.4.

Wer diese noch nicht hat, sollte es sich auf dieser Seite herunterladen. Einfach durchklicken, aber bitte das richtige Release erwischen. Wir wollen das Komplettpaket mit dem J2SE 1.4.2_02.

3.2. Installation

Die Installation erfolgt auf die übliche Weise, einfach die heruntergeladene Datei ausführen und dem Wizard folgen. Man kann es sich installieren, wohin man will. Ich gehe im Folgenden mal davon aus, dass es unter /usr/local/j2ee1.4 liegt. Windows-User setzen überall in diesem Dokument bitte den passenden Pfad ein, z.B. C:\j2ee1.4.

3.3. Konfiguration

Wichtig: Für die spätere Verwendung des JDK im WiTa-Projekt müssen zwei Umgebungsvariablen gesetzt werden:

J2EE_HOME Zeigt auf die Installation des J2EE-Kits, also z.B. /usr/local/j2ee1.4 oder C:\j2ee1.4.
JAVA_HOME Zeigt auf den Pfad der J2SE-Engine, die unterhalb des J2EE-Kits liegt, also /usr/local/j2ee1.4/jdk oder C:\j2ee1.4\jdk.

Linux-User setzen die Umgebungsvarbiablen nach der Manpage ihrer Lieblingsshell, für die Bash wäre das:

mjw@triton:~$ export J2EE_HOME=/usr/local/j2ee1.4
mjw@triton:~$ export JAVA_HOME=$J2EE_HOME/jdk

Dauerhaft verankern lassen sich die Befehl in der ~/.profile.

Windows-User nutzen den Kommandozeileninterpreter COMMAND.COM oder CMD.EXE, da wäre der Befehl:

C:\> set JAVA_HOME=C:\J2EE\JDK
C:\> set J2EE_HOME=C:\J2EE

Ausserdem kann man in der Systemsteuerung beim Symbol "System" eine Registerkarte zum Eingeben von globalen Umgebungsvariablen finden.

Windows-Systemsteuerung

Hier muss man die Variablen unbedingt definieren, denn andernfalls lässt sich z.B. der Tomcat-Server gar nicht installieren.

Ausserdem kann es praktisch sein, das Verzeichnis mit dem Java-Compiler und Interpreter in den Suchpfad (PATH-Umgebungsvariable) aufzunehmen.

4. Der Tomcat-Server

4.1. Download

Nun besorgen wir uns den Tomcat-Server. Das ist unser Webserver, der die HTTPS-Verbindungen abwickelt und dabei gleich das JSP interpretiert. Wer bereits einen lokalen Apache laufen hat, kann den Tomcat dort auch als Plugin einbinden, um keine zwei Webserver zu haben, aber damit habe ich mich nicht näher befasst.

Hier kann man sich den Server herunterladen, sowohl die Windows- als auch die Linuxversion. Ich habe die aktuellste 4.1er-Version verwendet, zur Zeit 4.1.29. Also einfach runter scrollen bis zu "Tomcat 4.1.29" und die betreffende Version (.exe oder .tar.gz) auswählen.

4.2. Installation

Linux-User installieren den Tomcat einfach durch entpacken und verschieben das entpackte Verzeichnis dahin, wo sie es haben wollen. Bei mir ist das /opt/tomcat. Fertig.

Windows-User wählen beim Installer als Installationsvariante ruhig "Normal" und als Verzeichnis C:\Programme\Tomcat. Wer Windows NT/2K/XP hat, kann wegen mir auch gerne den passenden Hintergrunddienst installieren. Ich habe das nicht gemacht, dann läuft der Tomcat in einem Terminalfenster und loggt da seine Fehler schön mit. Das finde ich zum Rumprobieren besser.

4.3. Konfiguration

Der Tomcat-Server läuft in der Voreinstellung auf dem Port 8080. Das entspricht nicht dem WiTa-Server an der Uni, aber unprivilegierte Ports sind ohnehin besser für solchen experimentellen Krams, dann benötigt man keine Adminrechte, um an den Port zu binden.

Wichtig ist hier, dass man in der server.xml, die im Unterverzeichnis conf liegt, in jedem definierten Connector (auch bei dem, der gleich erst dazu kommt) das Attribut address="127.0.0.1" hinzufügt. Beispiel:

<Connector className="org.apache.coyote.tomcat4.CoyoteConnector" port="8080" minProcessors="5" maxProcessors="75" enableLookups="true" redirectPort="8443" address="127.0.0.1" acceptCount="100" debug="0" connectionTimeout="20000" useURIValidationHack="false" disableUploadTimeout="true" />

Dadurch bindet sich der Tomcat nur auf das lokale Loopback-Interface und ist beispielsweise nicht für Angreifer aus dem Internet erreichbar. Andernfalls könnte jeder von überall auf unseren Server zugreifen und das will man nur, wenn man wirklich weiss, was man tut.

Wir starten den Tomcat-Server nun einfach mal. Für Linux bitte:

root@triton:~# /opt/tomcat/bin/catalina.sh start
Using CATALINA_BASE: /opt/tomcat
Using CATALINA_HOME: /opt/tomcat
Using CATALINA_TMPDIR: /opt/tomcat/temp
Using JAVA_HOME: /usr/local/lib/java

Bei Windows müssten zwei entsprechende Menüpunkte zum Starten und Stoppen des Server vorhanden sein.

Nun läuft der Tomcat-Server hoffentlich. Zum Testen gibt ihr im Browser eurer Wahl einfach mal folgende URL ein: http://127.0.0.1:8080. Die IP-Adresse ist die des Loopback-Interfaces. Unter Linux kann man auch "localhost" verwenden, Windoof löst den Namen jedoch überlicherweise nicht auf.

Dann müsste eigentlich die Willkommen-Seite des Tomcat-Servers erscheinen. Zum Vergleich, wie das aussieht, hier ein Screenshot davon:

Tomcat Startseite

Wenn das funktioniert, kann man als nächstes das nun lokal abrufbare SSL Configuration HOWTO abarbeiten. Darin steht studentensicher beschrieben, wie man den SSL-Support zu aktivieren hat. Vergesst nicht, den neuen Connector auch ausschliesslich auf 127.0.0.1 zu binden!

Hat man auch das geschafft, kann man nun auch über https://127.0.0.1:8443 auf den Tomcat zugreifen. Wenn ein Hinweis über irgendwelche Zertifikate kommt: Die könnt ihr ruhig akzeptieren, das ist das Zertifikat, dass ihr selber nach dem SSL-HOWTO ausgestellt habt.

Damit ist der Tomcat-Server im Prinzip fertig eingerichtet, allerdings werden ihn später noch ein paar Mal neustarten müssen. Für Windows hat man ja die Menüpunkte, unter Linux sieht dann so aus:

root@triton:~# /opt/tomcat/bin/catalina.sh stop
Using CATALINA_BASE: /opt/tomcat
Using CATALINA_HOME: /opt/tomcat
Using CATALINA_TMPDIR: /opt/tomcat/temp
Using JAVA_HOME: /usr/local/lib/java
root@triton:~# /opt/tomcat/bin/catalina.sh start
Using CATALINA_BASE: /opt/tomcat
Using CATALINA_HOME: /opt/tomcat
Using CATALINA_TMPDIR: /opt/tomcat/temp
Using JAVA_HOME: /usr/local/lib/java

5. MySQL-Datenbank

5.1. Download

Die MySQL-Datenbank gibt es auch sowohl für Windows als auch für Linux auf dieser Seite.

Ich empfehle die Version 4.0.16, da ich sie hier auch verwende. Wer selber auch Debian Sid nutzt, macht einfach:

root@triton:~# apt-get install mysql-server mysql-client

lehnt sich zurück und guckt der Paketverwaltung beim Arbeiten zu.

Andere sollten zuerst mal schauen, ob ihre Distribution nicht auch aktuelle MySQL-Pakete anbietet. Der Rest, vor allem Windows-User, wird wohl die Installation selbst vornehmen müssen.

5.2. Installation

Die Installation läuft recht automatisch, entweder durch Einspielen der Pakete oder durch Ausführen des Installers, dessen Vorgaben zur Installation man getrost übernehmen kann.

Unter Linux sollte der MySQLd automatisch von der Distribution gestartet werden. Bei Windows findet ihr im Unterverzeichnis bin ein Programm namens winmysqladmin.exe, damit könnt ihr die DB starten.

5.3. Konfiguration

Am MySQL-Server selbst muss so weit eigentlich nichts konfiguriert werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass er sich auch korrekt an den Port 3306 bindet, bei meinem Debian war das aus Sicherheitsgründen nicht die Standardeinstellung. Bei der Windows-Installation sollte es unnötig sein.

Ganz wichtig für Leute, die mit ihrem Rechner im Internet unterwegs sind: Tragt in der Konfiguration (/etc/my.cnf oder my.ini) in der Sektion [mysqld] die Zeile bind-address = 127.0.0.1 ein. Andernfalls nimmt der MySQLd Anfragen von überall - auch aus dem Internet - entgegen. Und wie oben beim Tomcat tut dat nich Not.

Ob der Dienst richtig gebunden wurde, prüft man mit netstat:

root@triton:/etc/mysql# netstat -lnp|grep 3306
tcp 0 0 127.0.0.1:3306 0.0.0.0:* LISTEN 26407/mysqld

Unter Windows ist es etwas komplizierter, weil es da kein grep gibt:

C:\> netstat -n > list.txt

und dann müsst ihr in der Datei list.txt nach einer Zeile wie da oben suchen.

Auf die gleiche Weise kann man übrigens oben den Tomcat-Server überprüfen.

Wenn das so aussieht wie oben, läuft der Server richtig. Wenn statt 127.0.0.1:3306 aber 0.0.0.0:3306 da steht, ist der Dienst nicht richtig gebunden. Prüft die Konfiguration auf Tippfehler und ob ihr den MySQL Dienst auch neu gestartet habt.

6. Datenbank einrichten

6.1. Übernahme der Originaldaten

Nun müssen wir die Datenbankinhalte herbeischaffen. Dazu benutzen wir das Kommandozeilentool mysqldump, das bei MySQL dabei ist. Damit verbinden wir uns zum Testserver, melden uns an und holen uns die gesamte Datenbank namens "test" (dort sind die aktuellen WiTa-Daten drin).

Falls jemand das Passwort für die Datenbank nicht weiss: Es steht unter anderem in der Mail, die ich euch geschickt habe.

mjw@triton:~$ mysqldump -a -c -B --user=wita --password=geheim test > dump.sql
C:\> cd \mysql\bin
C:\mysql\bin> mysqldump -a -c -B --user=wita --password=geheim test > C:\dump.sql

Wer will, kann sich nun die dump.sql angucken und vielleicht noch was über SQL lernen. Ansonsten verfeuern wir sie einfach an das MySQL-Frontend für die Konsole:

root@triton:~$ mysql < /home/mjw/dump.sql
C:\mysql\bin> mysql < C:\dump.sql

6.2. User anlegen

Um später mit der Datenbank arbeiten zu können, muss man im MySQL einen Account anlegen, um darauf zugreifen zu können. Am besten übernimmt man hier Benutzername und Passwort (siehe Mail) vom Testserver, dann hat man später weniger Anpassungen vorzunehmen.

root@triton:~$ mysql -u root
mysql> grant all privileges on *.* to wita@localhost with grant option;
Query OK, 0 rows affected (0.00 sec)
mysql> set password for wita@localhost=PASSWORD("geheim");
Query OK, 0 rows affected (0.00 sec)
C:\mysql\bin> mysql -u root
mysql> grant all privileges on *.* to wita@localhost with grant option;
Query OK, 0 rows affected (0.00 sec)
mysql> set password for wita@localhost=PASSWORD("geheim");
Query OK, 0 rows affected (0.00 sec)

6.3. Abschliessender Test

Das war es auch schon mit der Datenbank. Man kann jetzt schon mit dem Konsolenfrontend und ein paar einfachen SQL-Queries ein bisschen in den Daten herumstöbern. Auch, um mal zu testen, ob alles geklappt hat:

mjw@triton:~$ mysql --user=wita --password=geheim test
mysql> select email from Person where lastName="Schmidt";
+------------------------------------+
| email                              |
+------------------------------------+
| schmidaa@mathematik.uni-marburg.de |
| schmidaa@students.uni-marburg.de   |
| schmidt.peter@email.de             |
| email1@email.com                   |
+------------------------------------+
4 rows in set (0.00 sec)
C:\mysql\bin> mysql --user=wita --password=geheim test
mysql> select email from Person where lastName="Schmidt";
+------------------------------------+
| email                              |
+------------------------------------+
| schmidaa@mathematik.uni-marburg.de |
| schmidaa@students.uni-marburg.de   |
| schmidt.peter@email.de             |
| email1@email.com                   |
+------------------------------------+
4 rows in set (0.00 sec)

Wie man sieht, lassen sich die von der alten Gruppe eingegeben Daten abfragen. Windows-Nutzer finden mit dem Programm WinMySQLadmin auch ein (recht spartanisches) GUI-Frontend für die Datenbank. Linux-Nutzern und denen, die keine Hemmungen haben, auch noch einen Apache zu installieren, empfehle ich phpmyadmin.

7. Ant

7.1. Download

Ant, das make für Java, gibt es hier. Bitte die Version 1.5.4 nehmen.

7.2. Installation

Einfach in ein passendes Verzeichnis entpacken. Für Windows vielleicht C:\ant und für Linux /usr/local/ant. Und am besten das Unterverzeichnis bin in den Suchpfad legen, das macht man unter Windows bei den Umgebungsvariablen.

8. Projekt im Tomcat verankern

8.1. CVS-Checkout

Wer als Windows-User noch keinen CVS-Client hat, kann sich mit WinCVS einen kostenlosen Client herunterladen. Linuxer brauchen nur in ihre Distribution zu schauen; CVS ist immer dabei.

Wer das CVS-Repository noch nicht ausgecheckt hat, muss das jetzt machen. Die jeweilige Windows-GUI wird jeder wohl selbst bedienen können, auf der Kommandozeile geht's so (Usernamen im CVSROOT bitte anpassen):

mjw@triton:~$ export CVSROOT=':pserver:mjw@pc12285.mathematik.uni-marburg.de:/home/cvs'
mjw@triton:~$ mkdir cvs; cd cvs
mjw@triton:~/cvs$ cvs login
Logging in to :pserver:mjw@pc12285.mathematik.uni-marburg.de:2401/home/cvs
CVS password:
mjw@triton:~/cvs$ cvs checkout egs
...(viele Dateien)...
C:\cvs> set CVSROOT=":pserver:mjw@pc12285.mathematik.uni-marburg.de:/home/cvs"
C:\> mkdir cvs
C:\> cd cvs
C:\cvs> c:\wincvs\cvsnt\cvs login
Logging in to :pserver:mjw@pc12285.mathematik.uni-marburg.de:2401/home/cvs
CVS password: **********
C:\cvs> c:\wincvs\cvsnt\cvs checkout egs
...(viele Dateien)...

8.2. Tomcat-Zubehör

Nun bitte aus dem frischen CVS die benötigten Erweiterung für den Tomcat installieren. Wer mag, kann sich die auch alle aus dem Internet zusammensuchen, aber wenn es schon so schön vorbereitet ist...

Einfach alle JAR-Dateien aus dem Verzeichnis egs/implementierung/lib in das Verzeichnis /opt/tomcat/shared/lib kopieren. Für Linux:

root@triton:~# cp /pfad/zu/egs/implementierung/lib/* /opt/tomcat/shared/lib/
C:\cvs> copy egs\implementierung\lib\*.* C:\Programme\Tomcat\shared\lib

8.3. JSP-Seiten installieren

Um die Projektdateien für den Webserver (die JSP-Seiten) zu installieren, kopiert man am besten das ganze Verzeichnis egs/implementierung/web nach /opt/tomcat/webapps und benennt es in "wita" um. Unter Linux sieht das so aus:

root@triton:~# cp -r /pfad/zu/egs/implementierung/web /opt/tomcat/webapps/wita
C:\cvs> xcopy /s egs\implementierung\web C:\Programme\Tomcat\webapps\wita\

8.4. Anpassungen am Projekt

8.4.1. SQL-Engine

Öffnet mit einem Editor eurer Wahl die folgende Datei: egs/implementierung/src/de/uni_marburg/wita/sql/Engine.java und sucht darin nach dem der Variable "DATABASE_URL". Deren Wert setzt ihr auf euren lokalen Rechner.

private static String DATABASE_URL = "127.0.0.1";

Wer beim Einrichten vom Datenbank-User und -Passwort vorhin was anderes genommen hat, muss die anderen Variablen jetzt auch anpassen. Selber schuld. :-P

8.4.2. Konfigurationsdatei

Der aktuelle Fehler, der verhindert, dass das Projekt richtig läuft, hängt damit zusammen, dass in der neuen Konfigurationsdatei einige Passwörter verschlüsselt wurden. Irgendwas geht beim Entschlüsseln schief, zumindest auf einigen Rechnern. Während die von der alten Gruppe sich da mal die Köpfe drüber zerbrechen, geben wir uns damit zufrieden, die Passwörter wieder in Plaintext einzutragen.

Öffnet die Datei egs/implementierung/etc/config.xml und schaut euch die JavaObject-Elemente mit einem encrypted="encrypted" Attribut an. Das müssen drei sein. Entfernt dieses encrypted-Attribut und schreibt die Klartextfassung als Objektwert rein. Mit dem Root-Passwort ist das gemeint, mit dem man sich ganz am Anfang bei der WiTa-Oberfläche einloggt. Das Datenbank-Passwort kennt ihr ja nun schon. SMTP-Passwort kann leer bleiben.

Wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr auch gerade den Datenbankserver wieder auf euren Rechner umbiegen. Dieser Eintrag wird zwar gegenwärtig nicht ausgewertet (weil das noch in der oben genannten Datei fest verdrahtet ist), aber es kostet ja nichts.

Danach kopiert ihr die Datei in das webapps/wita Verzeichnis unterhalb vom Tomcat.

8.5. Projekt kompilieren

Nun - und später auch immer mal wieder - muss man eine neue WAR-Datei bauen und diese zusammen mit den kompilierten Klassen dem Tomcat unterschieben.

mjw@triton:~$ cd cvs/egs/implementierung
mjw@triton:~/cvs/egs/implementierung$ ant war
(Ausgabe siehe Windows-Box, ist identisch)
C:\cvs> cd egs\implementierung
C:\egs\implementierung> c:\ant\bin\ant war
Buildfile: build.xml

init:

compile:
[mkdir] Created dir: C:\cvs\egs\implementierung\classes
[javac] Compiling 68 source files to C:\cvs\egs\implementierung\classes
[javac] C:\cvs\egs\implementierung\src\de\uni_marburg\wita\test\orga\Test.ja
va:28: warning: Date(int,int,int) in java.sql.Date has been deprecated
[javac] Person p1 = new Person("Schmidt", "Jan Eric", "Herr", ad
1, new java.sql.Date(3,1,1), "Uni-Marburg", "", "email1@email.com", false);
[javac]
^
[javac] 1 warning

war:
[copy] Copying 1 file to C:\cvs\egs\implementierung\web
[copy] Copying 1 file to C:\cvs\egs\implementierung\web
[war] Building war: C:\cvs\egs\implementierung\wita.war
[war] Warning: selected war files include a WEB-INF/web.xml which will be
ignored (please use webxml attribute to war task)

BUILD SUCCESSFUL
Total time: 52 seconds

Nun müsste eine frische wita.war im Verzeichnis liegen. Diese bitte im Unterverzeichnis webapps des Tomcat-Ordners ablegen. Das Verzeichnis egs/implementierung/classes kann man komplett nach /opt/tomcat/webapps/wita/WEB-INF/classes kopieren.

root@triton:~$ cp /home/mjw/egs/implementierung/wita.war /opt/tomcat/webapps/
root@triton:~$ cp -r egs/implementierung/classes/* /opt/tomcat/webapps/wita/WEB-INF/classes/
C:\cvs\egs\implementierung> copy wita.war C:\Programme\Tomcat\webapps
C:\cvs\egs\implementierung> xcopy /s classes C:\Programme\Tomcat\webapps\wita\WEB-INF\classes\

GANZ WICHTIG: Danach muss man den Tomcat-Server neu starten!

9. Die Stunde der Wahrheit...

So, nun sind wir endlich so weit. Falls ich keinen Fehler beim Tippen und ihr keinen beim Nachmachen gemacht habt, können wir nun das WiTa-System komplett lokal nutzen.

Öffnet die URL https://127.0.0.1:8443/wita und meldet euch am System an. Wenn ihr reinkommt, sieht es wie gehabt aus. Nur dass eben alles deutlich schneller geht.

WiTa-Screenshot

10. Wenn es doch nicht klappt

Mailt mir. Aber bitte mit einer brauchbaren Problembeschreibung. Nennt eurer Betriebssystem, was genau ihr gemacht habt und an welcher Stelle das System vom erwarteten Verhalten abweicht. Liefert ggf. die relevanten Teile des Tomcat-Logs mit, zu finden unter /opt/tomcat/logs und in /opt/tomcat/webapps/debug.log.

Wer noch Fehler findet oder Verbesserungsvorschläge hat, nur her damit.

[05.05.2008] Neuer PGP-Schlüssel
Ich habe einen neuen PGP/GPG-Schlüssel erzeugt. Der alte ist nach wie vor gültig und kann auch noch benutzt werden.

[02.04.2008] Umzug
Die Domain malte-wetz.de wird jetzt bei einem anderen Anbieter gehostet. Es sollte keine Probleme mehr mit der Umleitung geben und Werbepopups oder -frames gehören der Vergangenheit an.

[02.04.2008] Gästebuch offline
Das Gästebuch bleibt erst einmal offline. Es wurde dort zu viel Werbemüll hinein geschrieben. Sorry.

[09.01.2006] Diverses
Kleinere Korrekturen und Ergänzungen an den Texten, IP-Filter im Gästebuch stark erweitert (Lateinamerika, Spanien, Asien, Italien).

[28.07.2005] vbox3-Anleitung
Kleinere Ergänzungen/Korrekturen im Abschnitt 4.1.1

[23.04.2005] gDesklets aktualisiert
Da meine gDesklets offenbar von gdesklets.gnomedesktop.org gelöscht wurden, habe ich die aktuellsten Fassungen hier abgelegt.

[25.01.2005] Kleinere Reparaturen
Links auf BSI-Seite und OE-FAQ angepasst und Gästebuch repariert.